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do, 05.11.2009
endlosschleifen. leben im loop
Eröffnung der Ausstellung 19 Uhr

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Endlosschleifen. Leben im Loop


Mit Robert Barta (Berlin), Olga Chernysheva (Moskau), Sandra Filic (München), Claudia Kugler (Berlin),
Alexander Laner (München), Angelika Middendorf (Berlin), Alexandra Navratil (Amsterdam),
Michael Schrattenthaler (München), Nadim Vardag (Wien), Franz Wanner (München).

Rahmenprogramm mit Martin Arnold, Klaus Linde, Teo Lingner, loop pool, Olaf Probst,
„_r“ aka Volker Rommel, Sophia Süßmilch, Nikolai Vogel, Harry Walter und Virgil Widrich.

Eröffnung: Donnerstag, 5. November 2009, 20 Uhr
6. November – 5. Dezember 2009 | geöffnet donnerstags, freitags und samstags 16–19 Uhr
Jour fixe: jeden Dienstag Abendöffnung 19–22 Uhr mit Screening




Endlosschleifen sind in sich selbst zurücklaufende Prozesse: Loops, die uns unerbittlich dorthin bringen, wo wir schon einmal waren;
Rekursionen, die Bekanntes ohne sichtlichen Fortschritt vorführen und vorführen und vorführen – Stillstand trotz Bewegung.

Endlosschleifen sind „Gefängnis(se) in der Zeit“. Andererseits ist es gerade die „Abwesenheit eines Ziels und eines Grunds“,
die „die Abwesenheit instrumentellen Denkens“ garantiert (Diedrich Diederichsen). Der Rückzug in den sozialen Loop ist deshalb nicht
zwangsläufig ein Versinken in der Banalität des Alltags, sondern auch eine Verweigerungsgeste gegenüber dem Imperativ des Wachstums,
der Entwicklung und der ständigen Verschönerungsarbeit an der eigenen Biographie.

Endlosschleifen. Leben im Loop behandelt das Gefühl des tatsächlichen und des scheinbaren Leerlaufs; das Festfrieren der Zeit;
das Drehen um sich selbst; und die Suche nach Zielen – oder nach Fluchtpunkten.

Kuratiert von Verena Seibt und Christian Hartard.



Veranstaltungen

Do, 5. November, 20 Uhr
Ausstellungseröffnung mit einer Performance von Sophia Süßmilch


Sa, 14. November, 20 Uhr
Harry Walter (Stuttgart): Ewig währt am längsten.
Von wandernden Totpunkten und stehenden Endlosschleifen. Ein Vortrag mit Bildern.

Was haben Nietzsches Silser Tapete, ein real existierendes Perpetuum mobile sowie eine Modelleisenbahnanlage der fünfziger Jahre gemeinsam? Der scheinbar absurde Gedanke der ewigen Wiederkehr des Gleichen hat sich längst von einer philosophiegeschichtlichen Kuriosität zu einer plausiblen Beschreibung der Verhältnisse entwickelt. Die Fähigkeit, Endlosschleifen aushalten zu können, scheint zu einer entscheidenden Kulturtechnik zu werden. Welche Rolle könnte hierbei das Scheitern spielen?
Harry Walter versteht sich als Autor im weitesten Sinn. Zahlreiche Aktivitäten, Ausstellungen, Vorträge und Publikationen im Grenzland zwischen Philosophie, Literatur und Bildender Kunst. 1982 Mitbegründer der künstlerischen Produktionsgemeinschaft ABR-Stuttgart (bis 2005). Seither Lehraufträge und Gastprofessuren an verschiedenen Kunsthochschulen im In- und Ausland. Seit 2007 künstlerischer Mitarbeiter an der ETH Zürich. Interessensschwerpunkte: Krieg, Modellwelten, Ornament, Dichte, Standards, Rückbildungsgymnastik, Scheitern.

Fr, 20. November, 20 Uhr
nirgends ein ende anfänge dauernd und immer wieder von vorn.
Lesung mit Nikolai Vogel und Olaf Probst.

Nikolai Vogel (*München 1971) ist Schriftsteller und betreibt seit 1993 gemeinsam mit Kilian Fitzpatrick den Black-Ink-Verlag. 2005 war er Teilnehmer am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, 2007 wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, 2009 mit dem Projektstipendium für Bildende Kunst der Stadt München ausgezeichnet. Bei Black Ink erschien von ihm u.a. Mißlungene Texte (1998), Wandlung (2000), Der König schläft im Schloss (2007, zusammen mit Thomas Glatz und Kilian Fitzpatrick).
Olaf Probst (*Stuttgart 1962) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, war Stipendiat an der Cité des Arts, Paris (1994/95) und am Centre genevois de gravure contemporaine, Genf (1997). 2007/08 leitete er die Klasse für freie Malerei / Gestaltung von Kunst- und Kulträumen an der Akademie der Bildenden Künste München.

So, 29. November, 16 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Stefanie Manthey

Die Kunsthistorikerin Stefanie Manthey (*1976) arbeitete für das Museum Ludwig (Köln), das Haus der Kunst (München) und das Fotomuseum München. Sie ist assoziiertes Mitglied des Internationalen Graduiertenkollegs InterArt (Berlin / Kopenhagen) und Lehrbeauftragte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Sa, 5. Dezember, ab 19 Uhr
Finissage
Dr. Klaus Linde: Von Escher zu Einstein.
Zur Mathematik endloser Schleifen und ihren physikalischen Freunden.
Klaus Linde (*München 1971) studierte Mathematik und Physik in München. 2004 Promotion im Bereich mathematische Physik und algebraische Geometrie.
Elektroloops.Musikalische Schleifen mit „_r“ aka Volker Rommel.



Jour fixe
Jeden Dienstag Abendöffnung 19–22 Uhr mit Screenings im Loop, parallel zu den Eröffnungen der Reihe Unsere Gäste in der Lothringer13/Halle.

Di, 10. November, 19–22 Uhr | loop pool – every film lasts forever
Die Video-Compilations loop pool (2005), loop pool ping pong (2006) und loop pool on ice (2007), herausgegeben von Ursula Böckler und Georg Graw, entstanden im Auftrag der Kurzfilmtage Oberhausen. Die drei Ausgaben versammeln über 180 Video-Endlosschleifen internationaler Künstler. Wir zeigen unser persönliches Best-of.
parallel in der Halle: Eröffnung der VHS-Videothek (19.30 Uhr)

Di, 17. November, 19–22 Uhr | Martin Arnold: passage à l'acte (1993)
Eine Familienidylle an der Frühstückstafel wird unter dem Skalpell stakkatoartiger Wiederholungen schonungslos seziert. Im ständigen Hängenbleiben in einer Geste, einem angefangenen Satz, den Salven herausgestotterter Wörter erweist sich das Glück im Winkel als trügerische Harmonie voll aufgestauter, latenter Gewalt.
parallel in der Halle: Eröffnung Anika Ising (19.30 Uhr)

Di, 24. November, 19–22 Uhr | Teo Lingner: Die ewige Wiederkehr (2008)
Teo Lingner (*Rm. Vilcea / Rumänien 1977), Studium der französischen Literaturwissenschaft an der Universität Klausenburg / Rumänien (1996-2001), seit 2005 Studium an der Akademie der bildenden Künste München.
parallel in der Halle: Eröffnung Sebastian Dacey (19.30 Uhr)

Di, 1. Dezember, 19–22 Uhr | Virgil Widrich: Copy Shop (2001)
Die Geschichte eines Mannes, dessen Leben als Mitarbeiter eines Copy Shops aus den Fugen gerät, als er beginnt, sich selbst zu vervielfältigen. Aus einem Double werden zwei, dann drei – und schließlich eine Welt, die nur mehr aus Doppelgängern besteht.
parallel in der Halle: Eröffnung Per Oskar Leu (19.30 Uhr)


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